Kanada Geschichte und Gesellschaft
Die ersten Siedler
Die Geschichte Kanadas beginnt ungefähr 30.000 v. Chr. mit der Einwanderung von Jägervölkern (Vorfahren der Indianer, Inuit) über die Beringstraße. Um 1000 n. Chr. hatten die Wikinger Siedlungsversuche unternommen, waren jedoch der Feindseligkeiten mit den indianischen Ureinwohnern bald müde und zogen sich schließlich wieder zurück, sodass die kanadischen Ureinwohner eine Vielzahl von Sprachen, Gebräuchen, Glaubensrichtungen, Handelsformen, Handwerkskünsten, Gesetzen und Verwaltungen entwickeln konnten.
Frankreich und Großbritannien
1534 nehmen die Franzosen ein Stück Kanadas in Besitz und ein anderer, französischer Entdecker gründete später Québec. 1663 war Kanada bereits die Heimat von 3000 französischen Siedlern und wurde zu einer Provinz Frankreichs. Dann erschienen aber die Engländer und es entbrannte ein Kampf um die Vorherrschaft. Mit dem 1763 geschlossenen Frieden von Paris musste Frankreich schließlich seinen gesamten kanadischen Kolonialbesitz an Großbritannien abtreten.
Die Beziehungen zwischen Franzosen und Engländern waren eher von Feindseligkeiten geprägt, doch die Furcht vor einer möglichen Eroberung durch die USA führte zu einer Vereinigung. Das 1867 geschaffene Dominion of Canada führte zur Entwicklung des modernen Kanadas. Durch den Bau der Eisenbahnlinie Canadian Pacific Railways, die fortan die kanadische Ostküste mit der Westküste verband, konnte Kanada seine Position weiter stärken. 1949 wurde mit Newfoundland die zehnte und letzte Provinz dem kanadischen Bundesstaat eingegliedert.
Unabhängigkeit Kanadas
Kanada formalisierte seine Unabhängigkeit von Großbritannien 1931 und in den blühenden Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte es eine riesige europäische Einwanderungswelle, der später Immigranten aus Asien und Lateinamerika folgten.
Seit 1975 wurde eine Reihe von Verträgen über Landrechte mit den Ureinwohnern des Landes unterzeichnet, die damit eine gewisse Kontrolle über große Landstriche im Norden erhielten.
Gesellschaft und Kultur
Kanadas moderne Gesellschaft ist multikulturell. Sein kulturelles Erbe nährt sich aus den Traditionen der Ureinwohner, den französischen Einflüssen und englischen Geschmäckern. Doch auch spätere Immigranten hatten Einfluss auf die kanadische Kultur. Dazu kommt der Einfluss des Nachbarn USA. Alle diese Einflüsse finden sich in der modernen Kultur des Landes.
Religion
Als klassisches Einwanderungsland ist Kanada durch eine Vielzahl verschiedener Volksgruppen unterschiedlicher Herkunft geprägt. Obwohl es keine offizielle Religion gibt, bekennt sich der überwiegende Teil der Bevölkerung zu christlichen Konfessionen. Es sind aber auch viele andere Religionen vertreten.
Das Kleingedruckte
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